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Haben Sie schon einmal versucht, bei einer grünen Ampel einfach stehen zu bleiben? Haben Sie schon einmal versucht, in einem Fluss gegen die Strömung zu schwimmen? Haben Sie schon einmal versucht, aus dem Haus zu gehen, auch wenn Sie wussten, dass im Bad noch der Wasserhahn läuft?

Es gibt Dinge, die fallen uns Menschen unglaublich schwer, weil sie sich unnatürlich anfühlen und weil wir schon instinktiv etwas anderes tun wollen.

Natürlich geben wir bei einer grünen Ampel Gas, schwimmen mit der Strömung und drehen den Wasserhahn zu, ehe wir aus dem Haus gehen.

Im Prinzip müssen wir gar nicht groß überlegen, sondern es erschließt sich uns mehr oder weniger von alleine, was Sinn macht und was keinen Sinn macht.

Kann es solche Momente auch für eine Kirchengemeinde geben? Wir meinen: ja, es gibt diese Momente, in denen es menschlich wie geistlich gesehen eine klare Richtung gibt.

Ein logischer nächster Schritt

Zugegeben: diese Richtung zu erkennen, ist nicht immer das Einfachste und es bedarf ein paar Überlegungen mehr, als das Haus bei laufendem Wasser zu verlassen. Und genau diese Gedanken haben wir uns als Leitungsteam (Älteste und Hauptamtliche) dieser Gemeinde in den letzten Wochen und Monaten gemacht.

Alle Ältesten und Hauptamtlichen dieser Gemeinde haben in einem langen Prozess des Beratens, Überlegens, Betens und Diskutierens sich auf die Suche gemacht, was dieser „logische nächste Schritt“ für uns als Kirchengemeinde ist. Dies gipfelte in unserer Klausurtagung im März, an deren Ende wir einstimmig „Vision 2020“ auf den Weg gebracht haben.

In „Vision 2020“ sehen wir diesen logischen nächsten Schritt für uns als evangelische Kirchengemeinde Wutachtal und haben „Vision 2020“ als Strategie im April zunächst denjenigen vorgestellt, die in unserer Kirchengemeinde eine leitende Position haben, bekamen noch einmal wertvolles Feedback, haben „Vision 2020“ ein bisschen „nachjustiert“ und am 10. Mai der gesamten Gemeinde in einer Gemeindeversammlung vorgestellt.

Drei Ziele

Mit der Strategie „Vision 2020“ wollen wir unsere Vision „Gott erfahren, begeistert leben“ noch besser umsetzen und leben.

Dabei verfolgen wir bis 2020 drei Ziele, die wiederum nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern aktuelle und schon laufende Entwicklungen unserer Gemeinde aufnehmen.

Ziel 2017: Zeitgemäßer Gottesdienst am Sonntag für die ganze Familie in Wutöschingen

Ab Herbst (Ende Oktober) werden wir Gottesdienst nur noch in Wutöschingen feiern, an einem Ort, was viele Vorteile mit sich bringt. Es wird zwei Gottesdienste in der ev. Kirche in Wutöschingen um 09.30 Uhr und um 11.00 Uhr geben. Parallel zum Gottesdienst um 11.00 Uhr wird es einen Kindergottesdienst geben im Gemeindehaus in Wutöschingen, das im Zuge von „Vision 2020“ auch so umgestaltet wird, dass es ein Zuhause für Kinder wird. Wir erhoffen uns dadurch, dass wir als EINE Gemeinde auch an EINEM Ort zusammen kommen und durch Konzentrierung unserer Ressourcen und Mitarbeitenden auch ein besseres Angebot schaffen können.

Ziel 2018: Jugendkirche & Anbetungszentrum in Stühlingen

Schon im Frühjahr diesen Jahres haben Jugendliche unserer Gemeinde auf eigene Initiative hin begonnen, den Keller unter der Kirche in Stühlingen als Jugendkeller auszubauen – und zwar mit einem richtig guten Konzept. Diese Arbeiten gehen voran und so soll der Keller noch diesen Sommer eingeweiht werden.

Nächste Schritte sind dann, dass  auch die Kirche in Stühlingen umgestaltet wird, so dass dort regelmäßige Veranstaltungen der Jugend – wie bspw. unsere Jugendgottesdienste – stattfinden können.

Gleichzeitig wollen wir die Anbetung in unserer Gemeinde stärken und so soll die Kirche in Stühlingen zu einem Anbetungszentrum werden, in dem die Anbetungsabende und (hoffentlich) weitere Gebets- und Anbetungsveranstaltungen stattfinden werden.

Ziel 2019/2020: Wir leben eine neue Leitungskultur, wachsen & begeistern

Eine neue Leitungskultur ist das tragende geistliche Element aller äußeren Veränderungen. Wir sind uns dessen bewusst, dass auch eine innere, eine geistliche Stärkung durch „Vision 2020“ geschehen soll und wird.

Sie besteht darin, dass wir nicht mit Regeln, sondern mit Werten leiten möchten. Dies betrifft natürlich in erster Linie unsere Mitarbeiterkultur, aber natürlich darüber hinaus auch die gesamte Gemeindekultur. Regeln werden nicht „abgeschafft“, aber das Zentrum einer Leitungskultur werden Werte sein, durch die wir „wertschätzend“ miteinander leben, leiten, wachsen und begeistern wollen.

Feedback

Es war schön zu erleben, dass diese Strategie „Vision 2020“ von den Gemeindemitgliedern bei unserer Gemeindeversammlung am 10. Mai sehr, sehr positiv aufgenommen wurde. Natürlich kam auch der Schmerz der Veränderung zum Ausdruck, dessen sich alle Beteiligten bewusst sind – allen voran die Ältesten und Hauptamtlichen, die monatelang darum gerungen haben.

Dennoch glauben wir und sind davon überzeugt, dass „Vision 2020“ der logische nächste Schritt ist, den Gott uns gehen lässt auch wenn wir noch nicht wissen, wohin er uns genau führen wird. Wir wissen aber auch, dass es stimmt, was in der Bibel steht: „Wenn keine Vision da ist, verwildert ein Volk.“ (Sprüche 29,18)

Bei allem vertrauen wir darauf, dass Gott derselbe ist – gestern, heute und morgen. Und wir bauen darauf, dass seine Verheißung, die er zu Beginn der Jesus-Bewegung dem Apostel Paulus gegeben hat, auch uns heute gilt: „Ich selbst bin bei dir, und niemand, der dich angreift, kann dir etwas anhaben. Denn mir gehört ein großes Volk in dieser Stadt.“ (Apostelgeschichte 18,10)

…oder eben im Wutachtal. Und wir wollen mit „Vision 2020“ die nächsten Schritte gehen, damit noch mehr Menschen „Gott erfahren und begeistert leben“.

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