Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Kind in unserer Gemeinde segnen oder taufen lassen möchten. Die meisten werden bei uns als kleine Kinder getauft. Das ist jedoch kein Muss. In unserer Kirche gibt es auch die Möglichkeit, Kinder im heranwachsenden Alter, etwa vor dem Schulbeginn oder vor der Konfirmation, zu taufen. Das hat den Vorteil, dass die Taufe für das Kind erinnerbar ist und dass das Kind auch ein eigenes Fest hat. In diesem Fall ist nach der Geburt eine Segnung des Kindes im Gottesdienst möglich.

Wer als Kind nicht getauft wurde, kann sich jederzeit als Erwachsene/r taufen lassen, wenn er oder sie sich der christlichen Gemeinschaft anschließen möchte.

Zur Vorbereitung der Segnung oder Taufe eines Kindes gehört ein Gespräch, in dem es über die Grundlagen der Segnung und Taufe sowie den Ablauf des Gottesdienstes geht. Es findet in der Regel etwa 2-3 Wochen vor dem Termin der Segnung oder Taufe statt.

Es wäre schön, wenn die Paten bei diesem Gespräch dabei sein könnten. Bringen Sie im Falle einer Taufe bitte die Geburtsurkunde des Täuflings und die Patenbescheinigungen der Paten mit.

Bitte nehmen Sie auf jeden Fall frühzeitig Kontakt mit dem Pfarramt auf, bevor Sie Ihre Taufe planen. In unserer Gemeinde haben wir bestimmte Sonntage, an denen Taufen stattfinden.

Für 2017 sind dies folgende Sonntage:

12. Februar, 2. April, 7. Mai, 9. Juli, 8. Oktober, 10. Dezember

Fragen zur Taufe und zum Patenamt

Was ist der Unterschied zwischen Taufe und Segnung?

Wollen Eltern ihrem Kind die Möglichkeit zur freien Entscheidung über die Taufe lassen, können sie ihr Kind im Gottesdienst segnen lassen. Dabei ersetzt die Segnung keine Taufe und begründet auch nicht die Kirchenmitgliedschaft.

Was bedeutet die Taufe?

Als Taufe wird das Sakrament bezeichnet, durch welches der Täufling seinen Glauben an Jesus bekennt und in die christliche Kirche aufgenommen wird. Die Taufe wird bei Säuglingen durch Besprengen mit Wasser vollzogen.

Bei älteren Kindern und Erwachsenen geschieht die Taufe in der Regel durch Untertauchen (in der Wutach).

Was hat es mit dem Patenamt auf sich?

In der Regel werden zwei Taufpaten benötigt, wobei ein Pate/eine Patin evangelisch sein sollte. Pate kann werden, wer getauft und konfirmiert ist und einer christlichen Konfession angehört. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann kein Patenamt übernehmen.
Wenn die Taufpaten nicht in Stühlingen, Eggingen oder Wutöschingen wohnen, benötigen wir eine Patenschaftsbescheinigung des Wohnortpfarramts der Taufpaten. Für eine Patenbescheinigung nehmen Sie bitte mit dem Pfarramt Ihres 1. Wohnsitzes rechtzeitig Kontakt auf.

Der Begriff „Pate“ kommt vom lateinischen „pater“, Vater. Ein Pate – und analog eine Patin – sind so etwas wie elterliche, erwachsene Freunde, die das Patenkind auf seinem Lebens- und Glaubensweg begleiten, es unterstützen und dabei auch elterliche Funktionen übernehmen können (zum Beispiel bei der Erziehung und bei der Hinführung zum Glauben helfen).

Früher fiel den Paten im Todesfall der Eltern unter Umständen sogar die Sorgepflicht zu. Dies ist heute nicht mehr der Fall.

Können wir mit der Taufe warten, bis unser Kind sich selbst dafür entscheidet?

Das können Sie. Achten Sie bei einer solchen Entscheidung aber darauf, dass Ihr Kind trotzdem Zugang zur Kirche und den christlichen Glaubensinhalten erhält. Ihr Kind kann sich später nicht für etwas entscheiden, das es nicht kennt.

Warum praktiziert die Kirche die Säuglingstaufe?

Weil die Taufe als ein Geschenk Gottes verstanden werden soll und nicht als eigener Verdienst. Kleine Kinder können noch nichts zur Taufe hinzutun. Gott beschenkt sie unabhängig davon, wie sie sich verhalten.

Eltern und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend den Glauben für die Kinder zu bezeugen und den Kindern im Heranwachsen zu vermitteln.

Was ist der Vorteil einer späteren Taufe (als älteres Kind, Jugendlicher oder Erwachsener)?

Die Möglichkeit der bewussten Entscheidung. Weil die Taufe keine magische Handlung ist, sondern immer mit dem Glauben verbunden sein muss, lehnen einige Freikirchen die Kindertaufe ab.

Darüber hinaus können sich ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsenes später an die eigene Taufe erinnern.

Ist man mit der Taufe automatisch Mitglied einer Kirche?

Ja, mit der Taufe beginnt die Kirchenmitgliedschaft.

Kann mein Kind auch ohne Taufe an den Angeboten der Kirchengemeinde teilnehmen?

Ja, selbstverständlich. Gottes Arme und und unsere Angebote stehen für alle offen!

Ich bin in der Kirche. Mein Ehepartner nicht. Können wir unser Kind taufen lassen?

Ja. Ihr Ehepartner sollte jedoch die christliche Erziehung Ihres Kindes unterstützen.

Findet die Taufe im Gottesdienst am Sonntagmorgen oder zu einem extra Zeitpunkt statt?

Die Taufe findet während des normalen Gottesdienstes statt. Wie viele andere  Gemeinden haben auch wir feste Taufsonntage.

Wir wollen eine Taufkerze für unser Kind haben. Müssen wir diese Kerze selbst besorgen?

Nein, denn bei uns bekommt jedes Kind bei seiner Taufe eine Taufkerze geschenkt.

Können wir den Taufspruch selbst auswählen?

In der Regel sucht Pfarrer Brunner bzw. Diakon Hönes den Taufspruch für Ihr Kind aus.

Können Angehörige und/oder Freunde bei der Tauffeier mitwirken?

Ja. Die Mitwirkung kann z. B. musikalisch oder durch ein Gebet für den Täufling geschehen.

Ich möchte einen evangelischen und einen katholischen Paten für mein Kind. Geht das?

Ja. Mindestens ein Pate muss evangelisch sein. Dann kann der andere Pate einer anderen kirchlich anerkannten Konfession angehören.

Kann auch jemand Pate werden, der nicht in der Kirche ist oder der einer anderen Religion angehört?

Nein, denn der Pate/die Patin verpflichtet sich, dabei mitzuhelfen, dass das Kind im christlichen Glauben erzogen wird und zum Glauben an Jesus findet. Dies kann in keiner anderen Religion stattfinden bzw. durch eine Nicht-Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche wird zum Ausdruck gebracht, dass man dies nicht möchte.

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